Senkung der Materialbestände, Änderung der Beschaffungspolitik
Maßnahmen des Tuns
Einführung von Kurzarbeit
Entlassungen
"Sparaktionen"
Ausschüttungsstop
Vorziehen oder Bewirken von Einnahmen
Aktive Inkassopolitik, Skontopolitik, Factoring
Ausverkäufe, Lagerabbau
Forcierter Verkauf von "Liquiditätsbringern"
Desinvestition des Anlagevermögens
Reserveauflösung
Zweckänderung bei angesparten Mitteln
Tatsächliche Mobilisierung von freien, nicht zweckgebundenen Reserven
Reserven als Mittel des Bluffs
Zeitdruck bei der Reservenauflösung
Kreditaufnahme
Geeignete und ungeeignete Kreditgeber - die Auslotung der Interessen
Banken
Lieferanten
Staat
"Kritische Zahl" der Kreditgeber - "zu" viele oder "zu" wenige?
Änderung der Zahlungsweise ("Postlaufkredite")
Kreditaufnahme durch Verschlechterung der Zahlungsmoral?
Zusätzliche Überlegungen zur liquiditätspolitischen Anpassungsentscheidung
Sicherheit der Wirkung
Geschwindigkeit der Wirkung
Nachwirkungen
Preis der Sicherheit
(2) Bilanzpolitik im Krisenfall
(Vermeintliche) Erwartungen der Bilanzleser
Zum Erfolg
Stetigkeit - Die hohe Bedeutung des Zeitvergleichs
Akzeptanz bestimmter Aufwandssteigerungen
Zur Bilanz im engeren Sinne
Ausweis von Liquidität
Ausweis von struktureller Deckung - "goldene Bilanzregel", "goldene Finanzierungsregel"
"Normale" Verschuldung
Zum Zeitpunkt der Bilanzvorlage
Maßnahmen der Bilanzpolitik
Vor-Stichtag-Dispositionen
Vorziehen von Umsätzen
Verschieben von Ausgaben/Aufwendungen
"Window-Dressing" des Liquiditätsausweises
Bilanzgliederungsentscheidungen
Umgliederungen vom Umlauf- in das Anlagevermögen
Verkäufe an Tochtergesellschaften
Sale-and-lease-back
Bewertungsentscheidungen
Neu zu definierender Aktivierungswille
Verzicht auf zulässig höhere Abschreibungen
Verzicht auf Rückstellungsbildung
Ansatz möglichst hoher Herstellungskosten
Ausnutzung von Spielräumen des Niederstwertprinzips
Zuschreibungen (Rückgängigmachen von Abschreibungen)
Fragwürdigkeit der Bilanzpolitik
Neuere Methoden der Bilanzanalyse
Kurzfristige Wirkung der Bilanzpolitik
Überreaktion der enttäuschten Bilanzleser
Sinnhaftigkeit der Bilanzpolitik
Abwendung einer voreiligen Überschuldungsfeststellung
Überbrückungsfunktion
(3) Aktive Informationspolitik im Krisenfall
Adressaten des Krisenmanagements
Selbstinformation, insbesondere der ungläubigen Top-Manager
Kreditgeber, namentlich die Bank(en)
Eigenkapitalgeber
Belegschaft
Marktpartner
Grundtendenz der Informationspolitik ("message")
Bewußt optimistische Aussage
Bewußt pessimistische Aussage
Realistische Aussage
Hervorhebung der Stärken
Darlegung der Schwächen
Prinzipielle Verbindung von Lageinformation mit einem Aktionsvorschlag
Instrumente der Informationspolitik
(4) Besondere (passive) Informationsnotwendigkeiten im Krisenfall
Grundsätze
Informationen über die Zukunft rangieren vor Informationen über die Vergangenheit
Informationen über Zahlungsströme rangieren vor Informationen über Erfolgspositionen
Tendenziell pessimistische Erwartungen rangieren vor tendenziell optimistischen
Tendenziell einfache, ungenaue, aber schnelle Informationen rangieren vor komplizierten, langsamen, aber genauen
Gegenstände der Information
Rollende Finanzplanung zur laufenden Betriebstätigkeit (Feststellung von Volumen, frühestem Zeitpunkt und Dauer des Liquiditätsengpasses)
Liquiditätsträgerrechnung (Welche Produkte verursachen wenig Ausgaben und bringen schnell viele Zahlungseingänge?)
Analytische Erfassung von Risiken und Reserven (RR-Bilanz - Welche Risiken sollen durch welche Reserven aufgefangen werden?)
Gestaffelte Liquidationslisten (Wert der Vermögensgegenstände unter unterschiedlichen Verkaufsannahmen)
Alternativ- oder Schubladenplanung (Planung mehrerer, gleich wahrscheinlicher Zukünfte)
(5) Organisation des Krisenmanagements
Bewußtes Bekenntnis zum Krisenmanagement
Position des Krisenmanagers
Zwang zur Zentralisierung
Zwang der Zentralisierung an der Unternehmensspitze
Sondervollmachten des Krisenmanagers
Vetorechte
Initiativrechte
Informationsrechte
Krisenmanagement-Team
Verstärkter Informationsaustausch im Top-Management
Bewußte Beendigung des Krisenmanagements
Autor
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Jürgen Hauschildt † Institut für Betriebswirtschaftslehre Christian-Albrechts-Universität Westring 425 D-24098 Kiel Internet: www.bwl.uni-kiel.de E-Mail: hauschildt(at)krisennavigator.de