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GmbH in Krise, Sanierung und Insolvenz
von Prof. Dr. Jens Leker
Die erste Auflage der "GmbH in Krise, Sanierung und Insolvenz" erschien im Jahre 1997, also zu einem Zeitpunkt als die neue Insolvenzordnung zwar absehbar, aber noch nicht in Kraft getreten war. Nachdem dieses Werk bereits hervorragende Kritiken erhalten hat, werden an die zweite Auflage, die aufgrund des Inkrafttretens der neuen Insolvenzordnung zum 1. Januar 1999 eine vollständige Neubearbeitung erfahren hat, aus Beraterkreisen hohe Erwartungen gestellt.
Auch die Herausgeber formulieren entsprechend hohe Ziele, wenn sie dem Buch die Aufgabe zusprechen, die Praxis nicht nur mit dem neuen Recht vertraut zu machen, sondern auch einen optimalen Umgang mit der neuen Insolvenzordnung zu ermöglichen. Aus diesem Grund haben die beiden anerkannten Experten Karsten Schmidt und Wilhelm Uhlenbruck mit den Autoren Georg Crezelius, Heinz Maus, Wilhelm Moll, Jobst Wellensiek und Arne Wittig einen kleinen aber ausgewiesenen Kreis von Fachleuten hinzugezogen, der die umfassende und fachkundige Berücksichtigung von bank-, arbeits- und steuerrechtlichen Fragen sicherstellen soll. Dieser umfassenden Aufgabe entsprechend gliedert sich das 735 Seiten starke Werk in sieben große Teile, die durch ein ausführliches und sehr hilfreiches Stichwortverzeichnis ergänzt werden. - Im ersten Teil widmen sich die Autoren dem Themenkomplex Krisenvermeidung, Krisenfrüherkennung und Krisenbewältigung. Insbesondere die Ausführungen zu rechtlichen Aspekten zeichnen sich hierbei durch ihre klare Fokussierung auf Fragen der GmbH bei gleichzeitig umfassender Behandlung aller relevanten Aspekte aus. Die Vielzahl der von den Autoren angesprochenen Problemkreise und gegebenen Ratschläge läßt allerdings bereits hier den Wunsch nach einem übersichtlicheren Layout und der Verwendung grafischer Hilfsmittel aufkommen.
- In den folgenden Teilen steht die ausführliche und systematische Behandlung der im Zusammenhang mit der neuen Insolvenzordnung stehenden rechtlichen Konsequenzen im Vordergrund. So behandelt der zweite Teil die Liquidation der GmbH, wobei insbesondere auf die gesellschafts-, arbeits- und steuerrechtlichen Folgen der Auflösung abgestellt wird. Der dritte Teil behandelt die GmbH im Insolvenzeröffnungsverfahren und stellt dabei in klassischer Betrachtungsweise auf die lnsolvenzgründe, den Insolvenzantrag und die Rechtslage nach Antragstellung ab. Insbesondere der letztgenannte Teil bietet hierbei eine Fülle wertvoller Hinweise für den mit dieser komplexen Materie konfrontierten Berater.
- Nach einer kurzen Darstellung der im Falle einer Abweisung und Einstellung mangels Masse zu lösenden Fragestellungen im vierten Teil, wird im fünften Teil ein weiterer Themenschwerpunkt auf die Behandlung der GmbH im bereits eröffneten Insolvenzverfahren gelegt. Auch in diesem Teil wird das Werk seinem Anspruch gerecht, indem es neben den zentralen Fragestellungen zum Verhältnis von Insolvenz- und Gesellschaftsrecht oder zur Stellung des Geschäftsführers und des Insolvenzverwalters auch über arbeits-, bank- und steuerrechtliche Aspekte umfassend informiert. Zusammen mit den im sechsten Teil gegebenen Ausführungen zum Insolvenzplan und zur Eigenverwaltung wird der ganzen Vielfalt der in der Praxis auftretenden Probleme Rechnung getragen. Abgerundet wird dieses positive Gesamtbild durch eine systematische Betrachtung der Konsequenzen, die sich aus der Anwendung des Verbraucherinsolvenz- Verfahrens und der Restschuldbefreiung für die Geschäftsführer und Gesellschafter einer insolventen GmbH ergeben können.
- Im siebten und letzten Teil des Werkes werden die vielfältigen Haftungsrisiken, die sich bei einer GmbH in Krise, Sanierung und Insolvenz ergeben, systematisch für die Geschäftsführer, Gesellschafter, Berater und Kreditinstitute aufgezeigt. Diese Ausführungen unterstreichen erneut die Notwendigkeit für die Konsultation des vorliegenden Werkes, da sie deutlich machen, wie vielfältig die Gefahren für alle an der Insolvenz Beteiligten sind, sich durch Fehlverhalten vermeidbaren Risiken auszusetzen.
Will man für das vorliegende Werk ein Fazit ziehen, so hat bereits die flüchtige Lektüre deutlich gemacht, daß die Autoren die eingangs formulierten Erwartungen mit ihren Beiträgen erfüllt haben. Das Gesamtwerk liefert eine in sich geschlossene, sachkundige und zugleich umfassende Darstellung aller zentralen rechtlichen Aspekte, die sich bei einer GmbH im Zusammenhang mit der Anwendung der neuen Insolvenzordnung stellen. Auch wenn die Verbindung des umfangreichen Stichwortverzeichnisses mit der Vergabe von Randnummern den schnellen Zugang zu den einzelnen Aspekten sehr erleichtert, wünscht man sich für den täglichen Praxiseinsatz zusätzliche tabellarische Zusammenfassungen am Ende der einzelnen Problemkreise. Da die zweite Auflage dieses Standardwerkes sicherlich eine ähnlich schnelle Verbreitung wie die erste Auflage finden wird, bleibt zu hoffen, daß die Autoren bei einer weiteren Auflage ihre Beiträge in diesem Sinne ergänzen.
Karsten Schmidt, Wilhelm Uhlenbruck (Hrsg.), Die GmbH in Krise, Sanierung und Insolvenz: Gesellschaftsrecht, neues Insolvenzrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Bankrecht und Organisation bei Krisenvermeidung, Krisenbewältigung und Abwicklung, Verlag Otto Schmidt, Köln, 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, 1999, 735 Seiten, EUR 109.00, ISBN 3-504-32204-7
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Erstveröffentlichung im Krisennavigator (ISSN 1619-2389): 2. Jahrgang (1999), Ausgabe 8 (August)
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Krisenmanagement: Ein Fall für den Krisenstab [Financial Times] Stell dir vor, es ist Krise [Manager Magazin] Die virtuellen Sanitäter [Die Welt]
Krisenkommunikation: Litigation-PR [Financial Times] SAP vs. Orcale [Computerwoche] Krisen-PR im Internet [PR Guide]
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